Baubeginn für neue Kindertagesstätte

Bürgermeister Harald Bemmerl gab das Startsignal. Im Herbst 2019 soll das Bauwerk in Steinberg am See fertig sein.

Steinberg am See. Die Gemeinde investiert kräftig in die neue Kindertagesstätte. Bürgermeister Harald Bemmerl sprach beim Ortstermin auf der Baustelle von rund 2,2 Millionen Euro Gesamtbaukosten. Durch hohe Fördermittel aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020" und durch Mittel aus der FAG-Förderung verbleibe ein Eigenanteil für die Gemeinde von rund 670.000 Euro. Bemmerl verwies auf den langen Weg bis zur Umsetzung des Projekts. 
Er habe gemeinsam mit den Gemeinderäten von der SPD einen neuen Kindergarten bereits vor 15 Jahren ins Gespräch gebracht. Nach Abklärung der Fördermöglichkeiten und der Fragen, Sanierung oder Neubau sowie ob Gemeinde oder Kirche einen neuen Kindergarten bauen, aheb der Gemeinderat im Juli 2017 einstimmig den Bauantrag auf Errichtung einer neuen Kindertagesstätte zugestimmt.
Der bisherige Kindergarten sei im Besitz der Katholischen Kirche gewesen. Nach einigen Gesprächen habe man mit der Kirchenverwaltung einen Erbbaupachtvertrag mit einer Laufzeit von 99 Jahren unterzeichnet. Damit sei künftig die Gemeinde Träger der neuen Kindertagesstätte. Zudem sei eine Vereinbarung mit der Kirche über die künftigte Betriebsträgerschaft abgeschlossen worden, womit das bewährte Kindergartenteam mit Leiterin Anja Huber seine Arbeit auch in der neuen Einrichtung fortsetzen könne.
Bemmerl betonte auch, dass bei allen Gesprächen auch immer alle Beteiligten mit eingebunden worden sind und dass man einen langen Weg beschreiten musste, der sich aber gelohnt habe. Beim Auftakt zum Baubeginn am Montagnachmittag allerdings fehlten sowohl die Mitglieder des Gemeinderates, das Kindergartenpersonal und die Kirchenverwaltung.

Der Bauzeitplan
Größe:
Die neue Kindertagesstätte, die im September 2018 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden soll, wird einen zweigruppigen Kindergarten und eine eingruppige Kindergrippe für zwölf Kinder haben. Standort ist das frühere Gartengelände des alten Kindergartens.

Abriss:
Um Platz für den Neubau zu schaffen, wurde auch ein Nebengebäude abgerissen. Der alte Kindergarten bleibt für die derzeit rund 45 Kinder bis zur Inbetriebnahme der neuen Kita bestehen und wird danach abgerissen.

Bemmerls Dank galt dennoch allen, die die neue Kita mit auf den Weg gebracht haben: Dem Gemeinderat und dem VG-Personal, Dekan Hans Amann und der Kirchenverwaltung, sowie dem Team des Kindergartens und den Mitarbeitern des Bauhofs, die für die Umsetzung der Spielgeräte verantwortlich waren. Mit den am Bau beteiligten Firmen habe man einen guten Griff getan, sagte er und lobte die Zuverlässigkeit der Büros und der Unternehmen. Die Baumeisterarbeiten seien an das Bauunternehmen Seininger aus Neunburg v.W. vergeben worden, die Zimmererarbeiten an die Firma Feldbauer aus Rodung und der Fensterbau an FT-Vilstal GmbH aus Rieden. 
Bisher habe der Gemeinderat Aufträge in Höhe von rund 800.000 Euro vergeben, sagte Bemmerl. Als Vertreter des beauftragten Architekturbüros Haneder und Kraus aus Burglengenfeld, informierte Matthias Strießl, dass er schon mehrere Jahre verschiedene Varianten beplant habe. Thomas Koller, der für die Ingenieurbüro Brundobler GmbH für die Planung von Heizung, Lüftung und Sanitär verantwortlich ist, gab bekannt, dass die Heizung in der neuen Kita mit Erdgas und Solarenergie betrieben werde. Mit der Gas-Brennwerttechnik werde auch die Fußbodenheizung versorgt. Die Tragwerksplanung wurde an das Büro Preihsl und Schwan aus Burglengenfeld, das Bodengutachten an IGF Gauer aus Regenstauf, die Vermessungsarbeiten an das Büro Strobl und Raith aus Ursensollen und die Sicherheitskoordination an das Büro Fuchs aus Zeitlarn vergeben.

Von Max Schmid